Fit fürs Neuland – Wie wirkt sich die Veränderung der Medienlandschaft auf das Jugendmedientreffen aus?

Während es früher viel mehr Papier in den Taschen der Menschen gab, sind es heute kleine Computer, die Smartphones, die uns ständig begleiten. Da stellt sich die Frage, wie sich die Veränderung der Medienlandschaft auf das Jugendmedientreffen auswirkt, welches dieses Jahr in Halle an der Saale stattfanden. Die Antwort auf diese Frage findet man auch schon im Programm. Zwar gab es auch in diesem Jahr den traditionellen Zeitungsworkshop „Vom leeren Blatt zur Zeitungsseite“  bei der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) mit Jessica Quick, aber auch zum ersten Mal einen Youtube-Workshop mit Rayk Anders.

Henriette  (16, aus Schönebeck) besuchte den Youtube-Workshop und ist besonders auf Instagram unter Pseudonym crytely aktiv ist, doch bei facebook teilt die junge Frau sich weniger mit.  Sie war bereits 2013 auf dieser Veranstaltung für junge Medienmacher dabei  und hört in ihrer Freizeit MDR Sputnik, liest aber auch Büchern. Aus Ihrer Sicht haben sich die Medien verändert, aber sie ist sich sicher, dass es immer gedruckte Medien geben wird.

An der Sonderseite für die MZ  schrieben die Schülerin Mirjam (14, aus Aschersleben) und Abiturientin Laura (17, aus Halle) mit, welche auch an Ihren Schulen sich in den Redaktionen der Schülerzeitung beteiligen. Keine der beiden hat vorher an einem Jugendmedientreffen teilgenommen. Wie die meisten Teenager findet man Mirjam auf Instragram. Ihr Profil hat sie aber auf privat eingestellt, was bedeutet, dass man ihr nur folgen kann, wenn Ihr das auch zusagt. Laura findet man hingegen auf tumblr, wo sie Bilder und kurze Texte in ihrem persönlichen Mircoblog veröffentlicht. tumblr ist ein in Deutschland relativ selten genutztes Netzwerk.

Anhand dieser Beispiele zeichnet sich ein klares Bild über die Mediennutzung unter den Jugendlichen ab. Auf der einen Seite ist Instagram ein sehr stark benutztes Netzwerk und das Menschen viele Bilder von sich preisgeben, auf der anderen Seite kann man aber auch sehen wie die Freundschaftsbücher aus den Taschen verschwinden und vieles heute mehr im Internet passiert, über das sich im realen Leben ausgetauscht wird. Um diesem Rechnung zu tragen, gab in diesem Jahr auf dem Jugendmedientreffen auch keinen praktischen Video-Workshop, sondern einen eher theoretisch angelegten Youtube-Workshop. Außerdem gibt es dieses Jahr keine Sonderausgabe der politikorange von fjp>media, sondern diesen leider ziemlich vernachlässigten Liveblog, auf dem so zu ziemlich alles nachzulesen ist, was an diesem Wochenende passiert ist.

Ein Text von Anton.